Bilder © Karl Riedling, 2003 - 2011
Den Abmessungen der Exponate eines Eisenbahn-Museums entsprechend ist auch das Museum Tauernbahn nicht auf seine beiden Gebäude - die Remise und den Museumsneubau - beschränkt; vom Freigelände mit der 1245.514 und einigen anderen Exponaten - nicht zuletzt dem Kunst-Objekt "Zeitbrücke" vor dem Museumseingang, das mit Fragmenten historischer und moderner Eisenbahn-Brücken die Entwicklung der Technik symbolisiert - reicht der Bogen bis zum anderen Ende des Bahnhofs-Vorplatzes, wo seit 30 Jahren die 93.1379, inzwischen neu renoviert, wenn auch ihrer Zierstreifen beraubt, als Denkmal aufgestellt ist, und selbst in der Halle des Bahnhofs Schwarzach-St. Veit stößt man auf museale Exponate. Definitiv nicht dazu gehören die Nahverkehrszüge, die neben der Remise und Schulter an Schulter mit der 1245.514 auf ihren Einsatz warten; aber eine 70-jährige Lok, die sich in den Fenstern eines Talent spiegelt, ist nun einmal ein Motiv, an dem man nicht vorüber kommt.
In den eigentlichen Museumsgebäuden finden sich - in der Remise - der Führerstand und Vorderteil der 1020.28, eine E-Lok Schütz-Steuerung aus dem Jahr 1952, die an Museumstagen live vorgeführt wird, diverse Exponate zur Sicherungstechnik, ein nostalgischer Fahrkartenschalter aus der Zeit, als es nicht nur solche gab, sondern sie auch besetzt waren, und nicht zuletzt der Führerstand-Simulator (der mit einem Monitor ausgestattete Führerstand der 1044.257-2), an dem an Museumstagen Eisenbahn-Freaks jeder Altersstufe (den Autor eingeschlossen) sich ausleben und Lokführer spielen dürfen. Aber nicht nur Wissensdurst und Spieltrieb der Museumsbesucher finden an den Museumstagen ein besonders reiches Betätigungsfeld, auch für das leibliche Wohl einschließlich musikalischer Untermalung wird in hervorragender Qualität gesorgt.
Nebenan, im Museumsneubau, finden alljährlich Ausstellungen zu aktuellen Themen statt. Um nicht das Urheberrecht des Museums zu verletzen, habe ich aus meinem Fundus an Fotos alle Aufnahmen von Schautafeln und sonstigen aufbereiteten Texten weggelassen. Neben uns heutzutage kurios anmutenden oder sehr nachdenklich stimmenden Zeitungs-Berichten aus der Zeit der Eröffnung der Tauernbahn, Bauplänen, die zeigen, woran man beim Bau einer Bahnlinie alles denken muss, und diversen Original-Exponaten werden dort auch bis ins kleinste Detail ausgestattete Modelle diverser Baustellen der Tauernbahn (beispielsweise der Angertal-Brücke) gezeigt. (Auch das Modell der Haltestelle Hofgastein ist hier gestanden, bevor es seinen Weg in den ersten Stock gefunden hat.)
Und: Das ganze Museum lebt. Nicht nur die aktuellen Ausstellungen wechseln immer wieder, auch bei den übrigen Exponaten findet sich immer wieder etwas Neues, wenn man im nächsten Jahr wieder kommt: Im Freien eine noch in Aufarbeitung befindliche Gleisbrückenwaage; in der Halle eine Vitrine mit nostalgischen Datenkommunikationsgeräten oder eine (voll funktionsfähige) Bahnhofs-Zentraluhr. Und manchmal ist's nur ein Rabe auf der Oberleitung in der Remise, der sich von einem Jahr zum anderen dort niedergelassen hat...
Das Schöne ist: Das Museum ist nicht eine staubtrockene Sammlung von Eisenbahn-Memorabilia, sondern auch gern genützter Veranstaltungsort. Und so kann es schon einmal passieren, dass in der Abenddämmerung vor dem Eingang eine Musikkapelle sowie Stände, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgen, anzutreffen sind, und der Herr Vereinsobmann höchstpersönlich den Mitgliedern der Musikkapelle den notwendigen "Treibstoff" kredenzt.
Wandern Sie mit uns durch das Museum und die Jahre:
2003 (14. und 15. August 2003)
2004 (1. August 2004)
2005 (2. und 3. August 2005)
2006 (12. und 15. August 2006)
2007 (8. August 2007)
2008 (20. Juli 2008)
2009 (2., 3. und 14. August 2009)
2011 (30. Juli und 12. August 2011)